Diakon Sommer geht in Ruhestand

Abschied tut weh & Neuer Lebensabschnitt

Nach einem erfüllten Berufsleben geht Diakon Sommer in den Ruhestandl. Mit einem Rückblick auf diese bewegte Zeit grüßt er die Gemeinde zum Abschied.

Jeder berufliche oder persönliche Abschied bedeutet das Ende einer vertrauten Routine, schafft aber gleichzeitig Freiräume für neue Projekte, die ich schon lange vor mir hergeschoben habe. Einiges lag einfach brach und will neu entdeckt und aktiviert werden. So sehe ich die Rente als Chance. Der Übergang ist oft nicht leicht und so schaue ich natürlich auch zurück auf mein Berufsleben.
 
Angefangen habe ich als Erzieher, ganz unüblich zu meiner Zeit in einem Kindergarten. Daneben konnte ich sehr gut Freizeiten für Kinder und Jugendliche organisieren und durchführen. Dies war ein Plus für die Gemeinde. Mein anschließendes Studium empfand ich als Geschenk und Chance. Als ich dann vor 36 Jahren in den Dienst der Landeskirche kam, war alles ganz spannend. Eine nicht einfache Stelle und eine Vakanz forderten mich heraus. Für mich war immer der Blick über den Tellerrand wichtig. Offene Jugendarbeit war für mich hier prägend.
 
Mit meinem Wechsel nach Mannheim kam viel Neues auf mich zu und ließ mir auch die Freiräume, Neues zu entwickeln. Hier gab es dann den Adventskalender für Kinder. Gut 15 Jahre lang, jeden Tag im Advent. Ein Adventskalender in Internet für Erwachsene. Die Kirche auf dem Maimarkt hat mich fast zwanzig Jahre gefordert. Natürlich kam auch die Gemeindearbeit nicht zu kurz. Konfirmandenarbeit meist in den Vakanzen verantwortet. Schulung der Ehrenamtlichen Mitarbeitenden schon bevor dies zur Regel wurde. In Mannheim waren wir da ganz vorne dabei. Die Arbeit mit den Kindertagestätten knüpfte an meine Anfänge an. Religionspädagogische Projekte, Kirchenerkundung, alles ein lebendiges Erleben.
Die Seniorenarbeit als letzter Höhepunkt. Eine schwierige Zeit während Corona die auch einiges an Flexibilität forderte.
 
Einiges hat bis heute Bestand. Besonders Freude haben mir in der letzten Zeit die neuen Gottesdienstformen gemacht. Hier ist für mich auch noch nicht Feierabend. Sie werden mich in die Rente begleiten und hier werden wir uns wiedersehen.

Ich wünsche Ihnen/Euch ein gutes Miteinander
Andreas Sommer