(Mannheim, 06.08.2026) Das Digital-Team von „Kirche im Quartier“ sucht ehrenamtliche Mentor:innen, die Ungeübte beim Umgang mit Handy und Smartphone unterstützen. Für Interessierte findet am 15. September um 18 Uhr ein Informationstreffen im ökumenischen Bildungszentrum sanctclara (B5, 19) statt.
Digitale Teilhabe, betont Projektleiterin Barbara Schulte von „Kirche im Quartier/Gemeinwesenarbeit“, sei nicht nur eine technische Frage, sondern bedeute Chancengerechtigkeit, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe. Ein kompetenter Umgang mit Handy und Smartphone ist vielfach so wichtig wie Lesen und Schreiben. Denn gerade Smartphones bieten für viele Menschen einen entscheidenden Zugang zu Informationen und Dienstleistungen. „Deshalb suchen wir Ehrenamtliche, die Freude daran haben, ihr Wissen weiterzugeben und Menschen ohne große Digitalerfahrung zu unterstützen.“ Die digital-affinen Multiplikator:innen werden sorgfältig auf ihre Tätigkeit vorbereitet, erhalten Schulungsmaterial und geben dann ihr Wissen in Kurseinheiten weiter. Diese umfassen 90 Minuten, bei denen auf einen 30-minütigen inhaltlichen Input ausgiebige Übe-Zeit folgt. Die ersten Themenschwerpunkte sind „Erste Schritte“, „Sicherheit“ und „Messenger Dienste“. Das Lernangebot findet in den evangelischen Pfarrgemeinden statt.
„Mit diesem Angebot wollen wir als Kirche einen Beitrag dazu leisten, dass niemand durch fehlende Digitalerfahrung gesellschaftlich abgehängt wird“, sagt Projektleiterin Schulte. Als Mentor:innen sind auch Jugendliche willkommen. Insbesondere junge Menschen, Schüler:innen und Konfirmand:innen können sich bei diesem Mentor:innen-Projekt einbringen. Sie würden zunächst auf ihre intergenerationale Tätigkeit vorbereitet werden – und erhielten im Nachgang für ihren Lebenslaub eine Engagement-Bescheinigung.
Die Informationsveranstaltung am 15. September, 18 Uhr im Ökumenischen Bildungszentrum sanctclara (B5, 19) leitet Projektleiterin Barbara Schulte gemeinsam mit dem Digital-Team „Kirche im Quartier“. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Info: „Kirche im Quartier“ ist aus dem Konzept der „caring community“ erwachsen, das die Evangelische Landeskirche Baden mit dem Begriff „sorgende Gemeinde werden“ eingeführt hatte. Mit dem Begriff „Kirche im Quartier“ entstehen nun an immer mehr Standorten in den evangelischen Gemeinden partizipative Projekte, in denen Angebote weniger für als vielmehr mit und von den Menschen entwickelt werden. Die Projekte sind den christlichen Werten und dem christlichen Menschenbild verpflichtet, sie orientieren sich am Willen der Menschen und sind auf deren Bedürfnisse zugeschnitten. Die Projekte sollen aktivierend wirken und Beteiligung fördern, Gemeinschaft stärken und ressourcenorientiert vernetzt und partizipativ stattfinden. Mannheim-weit wird dieser Aspekt der Gemeinwesenarbeit durch eine Vernetzungsstelle koordiniert, geleitet von Dekanstellvertreterin und Diakoniepfarrerin Anne Ressel. Foto: pixabay/pexels (dv)

